Ehrlich? Ja, das ist eine intensive Ausbildung. Wir gehen wirklich in die Tiefe – von Anatomie über Komplikationen bis zur Psychologie hinter dem Stillen. Und das soll auch so sein: Wenn du Mütter eines Tages ganzheitlich begleiten willst, reicht Halbwissen nicht. Genau dieses fundierte Wissen macht später den Unterschied – in dem Moment, in dem eine verzweifelte Mutter vor dir sitzt und du genau weißt, was zu tun ist.
Aber – und das ist mir wichtig – intensiv heißt nicht, dass du dich überfordern musst. 4–6 Stunden pro Woche sind eine grobe Orientierung, kein Soll, das du jede Woche abhaken musst. Manche Wochen schaffst du mehr, manche kaum etwas, weil Kinder, Job und das ganze Leben eben dazwischenfunken. Das ist völlig okay.
Denn du hast mehr als ein Jahr Zeit und lernst ganz in deinem Tempo – wann und wo es in dein Leben passt. Niemand sitzt dir im Nacken, und du musst nicht alles auf einmal können. Schritt für Schritt reicht völlig.